Die Geschichte des Gräfrather Wasserturms beginnt vor über hundert Jahren. 1904 errich-
tete man einen ringförmigen Behälter nach
dem Intze-Prinzip, das die Wasserlast auf die Turmwände abträgt. Das Wasser selbst kam
die ersten drei Jahrzehnte aus Elberfeld,
später aus der Solinger Talsperre. So war der Turm bis 1983 in Funktion.

Zunächst wollte man den Turm abreißen, weil er desolat geworden war. Dann erkannte man seine historische Bedeutung und erklärte ihn zum Baudenkmal. Und doch gab es zehn Jahre lang keine echte Perspektive.
Bis Johannes Dinnebier 1993 einen Plan vor-
legte, wie man das Gebäude anders nutzen könnte. So begann eine ungewöhnliche Metamorphose.

Die Idee, einen zukunftsweisenden Ort zu schaffen, spiegelt sich auch in der hochmoder-
nen Haustechnik wider, zum Beispiel durch
den Einsatz regenerativer Energie. So instal-lierte man 2009 eine geothermische Heizung, die für Interessierte im Technikraum zu erleben ist. Auch bei der Beleuchtung ist man auf dem neuesten Stand. Alle Ebenen sind mit Ocular-LED Leuchten aus eigener Fertigung ausgestattet. Die gesamte Gebäudetechnik
wird mittels Gira System intelligent gesteuert und überwacht.

Turmhöhe: 38 m
Kuppeldurchmesser: 11 m
Gesamtkonzeption: Johannes Dinnebier
Architekten: Fritz Figge, Wuppertal /
Jan Dinnebier, Berlin
Tragwerksplanung: Stefan Polónyi, Köln

Geothermie: Vaillant, Remscheid
Licht: Licht im Raum, Düsseldorf
Gebäudetechnik: Gira, Radevormwald